Termine
Opernhaus Düsseldorf
April 2010
Juni 2010
Theater Duisburg
Juni 2010
Juli 2010
Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
Kunst der Fuge
Martin Schläpfer
Für sein erstes abendfüllendes Ballett nahm sich Martin Schläpfer mit Johann Sebastian Bachs letzter Komposition – der unvollendet gebliebenen „Kunst der Fuge“ – eines der bedeutendsten und vielschichtigsten Werke der Musikgeschichte vor – und kreierte einen zeitgenössischen Klassiker, der seit seiner Uraufführung mit ballettmainz im November 2002 auch auf zahlreichen Gastspielen und Festivals zu sehen war, darunter das Europäische Bachfest Stuttgart, das Schweizer Festival „Basel tanzt“ sowie die renommierte Tanzbiennale von Lyon.
Die Arbeit an der „Kunst der Fuge“, die Bach wahrscheinlich seit Beginn der 1740er Jahre bis zu seinem Tod 1750 beschäftigte und die mitten in der letzten Fuge nach der Verwendung der Tonbuchstaben B-A-C-H abbricht, ist mehr als nur die grandiose musikalische Erforschung aller möglichen Arten, eine Fuge zu komponieren. Sie ist Bachs Erforschung seiner selbst. Eine Suche, die bis auf die Ursprünge der Fuge zurückgreift, ist diese doch nicht nur ein formales Modell, sondern bedeutet „Fuga“ im Italienischen auch Flucht: Flucht im Sinne der „Flucht“ zweier Stimmen voreinander im Kanon oder in der Fuge; für Bach, den „Musiker Gottes“, sicher aber auch Flucht aus der Welt, Flucht vor dem Lärm, der nicht Klang ist, Flucht vor dem in seinen Augen um sich greifenden Verrat an der untergehenden Kultur der Reformationszeit und des Barock, der er sich zugehörig fühlte.
Für Martin Schläpfer öffnet sich mit jedem der 19 Bach’schen Kontrapunkte ein neuer Raum. Verschiedenartigste „Ausschnitte von Welt“, Bilder zeitgenössischen Lebens, fügen sich kaleidoskopartig zu einem Theaterabend, dessen ebenso vielfältige wie einfallsreiche Bewegungssprache munter klassisches und modernes Vokabular, pures Ballett und Tanztheatralisches, Schläppchen, Spitzenschuhe und High Heels in geradezu verschwenderischer barocker Fülle zusammendenkt, ohne dabei auch nur für einen Moment den Focus zu verlieren.
„Mit dem Bach-Abend ist Meisterhaftes gelungen“, schrieb Wiebke Hüster in der Basler Zeitung über die Uraufführung. „Dabei liegt die Latte der technischen Schwierigkeiten hoch. Da wird gesprungen, gestreckt, battiert, gedreht und kaprioliert, dass es eine Freude ist.“
***MUSIK
„Die Kunst der Fuge“ BWV 1080 von Johann Sebastian Bach
Choreographie Martin SchläpferBühne Thomas ZieglerKostüme Catherine VoeffrayLicht Franz-Xaver Schaffer Tänzerinnen Camille Andriot,
Marlúcia do Amaral,
Carolina Francisco Sorg,
Yuko Kato,
Anne Marchand,
Nicole Morel,
Carly Morgan,
Louisa Rachedi,
Julie Thirault,
Anna Tsybina,
Feline van DijkenTänzer Ordep Rodriguez Chacon,
Callum Hastie,
Antoine Jully,
Bogdan Nicula,
Alexandre Simões,
Remus Sucheana,
Pontus Sundset,
Maksat Sydykov,
Jörg Weinöhl,
Martin Schirbel
http://data.heimat.de/pics/6/b/9/a/4/ec_6b9a42a73b5e8f640616e5d1fb7cfedf.jpg
http://data.heimat.de/pics/a/8/a/5/7/ec_a8a575f5ade2f32f93a48d8063a3a092.jpg
http://data.heimat.de/pics/b/e/2/c/9/ec_be2c919a54c2399b8d38746977b328c0.jpg
http://data.heimat.de/pics/7/9/8/a/5/ec_798a5d80447d0c83f31c339f3722c1f0.jpg
http://data.heimat.de/pics/e/5/7/0/f/ec_e570ffd09d0c4fc98d5510be20b3e7a4.jpg
http://data.heimat.de/pics/1/d/b/2/3/ec_1db23e1c89401eca9422dddcc4574380.jpg
http://data.heimat.de/pics/8/b/9/f/e/ec_8b9fed2369473c3d9eafd1f43c1296ab.jpg
http://data.heimat.de/pics/9/a/b/4/a/ec_9ab4a8a548bb014394ca3ba95641b794.jpg
http://data.heimat.de/pics/0/1/6/4/9/ec_01649547d29fc435d2bd4f938826b26b.jpg