Nataliya Kovalova (Cio-Cio-San) | (c) Frank Heller
Madama Butterfly
Giacomo Puccini
Theater Duisburg
Sonntag, 25. April 2010
18:30 - 21:40 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
16,10 - 56,00 € Abo. U

 
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
Der amerikanische Leutnant Pinkerton hat sich während seiner Stationierung in Nagasaki in die Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, verliebt und will sie heiraten. Konsul Sharpless warnt Pinkerton, dass die junge Japanerin den Bund mit ihm zu ernst nehmen könne. Doch ohne die Mahnung seines Landsmannes zu berücksichtigen heiratet der Offizier das Mädchen nach japanischem Brauch, um sie besitzen und später wieder verlassen zu können. Nach einer gemeinsamen Nacht kehrt er nach Amerika zurück. Dort wartet schon seine Verlobte Kate auf ihn, die er nun zur Frau nimmt.
Drei Jahre hat Cio-Cio-San vergeblich auf ihren Mann gewartet. Inzwischen hat sie seinen Sohn zur Welt gebracht. Bevor Pinkerton schließlich mit Kate nach Nagasaki zurückkehrt, bittet er Sharpless in einem Brief, Butterfly von seiner neuen Ehe zu berichten. Später erscheint Pinkerton mit seiner Frau im Haus Cio-Cio-Sans , um seinen Sohn nach Amerika mitzunehmen. Er hat jedoch nicht den Mut, Butterfly gegenüberzutreten, sondern überlässt seiner Frau, um die Herausgabe des Kindes zu bitten. Cio-Cio-San begreift, dass sie entehrt und benutzt wurde und begeht Selbstmord.

Giacomo Puccini suchte nach der Vollendung von „Tosca“ einige Zeit vergeblich nach einem neuen Opernstoff. David Belascos Drama hatte ihn bei einer Aufführung in New York begeistert, und als schließlich die Genehmigung zur Vertonung der Tragödie eintraf, begab er sich sofort an die Arbeit. Die Uraufführung am 17. Februar 1904 wurde allerdings von Publikum und Kritik unfreundlich aufgenommen, weshalb Puccini „Madama Butterfly“ mehrfach überarbeitete, damit aber auch ihrer Zivilisationskritik die Schärfe nahm. In dieser Version wurde die Oper ein Welterfolg.

Robert Carsen wählte für seine Inszenierung den gesellschaftskritischen Realismus der Urfassung, und interpretiert „Madama Butterfly“ als packende „Tragödie eines kulturellen Selbstwertverlustes“ (Ulrich Schreiber).

 
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Giacomo Puccini
(1858 - 1924)

MADAMA BUTTERFLY
Tragedia giapponese in zwei Akten
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
 
In Kooperation mit der Vlaamse Opera, Antwerpen
 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung Robert Carsen
Bühne und Kostüme Paul Steinberg
Dramaturgie Ian Burton
Chor Christoph Kurig
 
Cio-Cio-San Nataliya Kovalova
Suzuki Katarzyna Kuncio
Kate Melanie Lang
Pinkerton Corby Welch
Sharpless Dmitri Vargin
Goro Simeon Esper
Yamadori Bruce Rankin
Bonzo Roman Polisadov
Heiratskommissar Richard Sveda
Standesbeamter Grzegorz Ciorga
Mutter Diana Klee
Onkel Cesar Dima
Tante Franziska Walter
Base Geesche Bauer
 
Orchester  Duisburger Philharmoniker
 

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