Tatjana, die verträumte Tochter der Gutsbesitzerin Larina, wird von Lenski, dem Verehrer ihrer Schwester Olga, dem St. Petersburger Adeligen Eugen Onegin vorgestellt. Sie verliebt sich in den Lebemann und gesteht ihm ihre Gefühle in einem Brief. Doch dieser weist sie kühl zurück: Liebe sei nur die Phantasie eines Mädchenherzens, er sei wegen seines Lebenswandels nicht zur Ehe geschaffen. Auf Tatjanas Namenstagsfeier tanzt Onegin mit Olga, um dem Gerede über sich und Tatjana ein Ende zu machen. Der eifersüchtige Lenski fordert ihn daraufhin zum Duell und wird von Onegin erschossen. Vom Ausgang des Duells tief betroffen, verlässt Onegin sein Landgut. Als er Jahre später nach St. Petersburg zurückkehrt, ist Tatjana mit dem Fürsten Gremin verheiratet. Als Onegin ihr auf einem Ball im Haus des Fürsten begegnet, wird ihm bewusst, dass er sie schon immer liebte. Auch Tatjana hat noch Gefühle für ihn, sieht jedoch, dass die Zeit für beide vorüber ist und bleibt ihrem Gatten treu.
Auf der Suche nach einem neuen Opernstoff hielt Tschaikowsky 1877 Ausschau „nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt von Umständen, den ich selbst erfahren und gesehen habe.“ Er fand die Menschen und Probleme seiner Umgebung in Puschkins Gedicht widergespiegelt und skizzierte sogleich ein Szenarium. Das zunächst „für einen sparsamen Etat und eine kleine Bühne“ gedachte Werk wurde schließlich am 29. März 1879 im Moskauer MalyTheater uraufgeführt, doch erst bei der St. Petersburger Erstaufführung fünf Jahre später wurde es zu jenem Erfolg, der „Eugen Onegin“ bis heute zu Tschaikowskys meistgespielter Oper macht.
***Peter I. Tschaikowsky
(1840 - 1893)
EUGEN ONEGIN
Lyrische Szenen in drei Aufzügen
Libretto von Konstantin S. Schilowsky
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dirigent Andriy YurkevychInszenierung Gian-Carlo del MonacoBühne Johannes LeiackerKostüme Birgit WentschLicht Volker WeinhartChor Gerhard Michalski /
Christoph Kurig Larina Nassrin AzarmiTatjana Nataliya KovalovaOlga Geneviève KingFilipjewna Cornelia BergerEugen Onegin Laimonas PautieniusLenski Andrej DunaevGremin Hans-Peter König /
Sami LuttinenSaretzki / Hauptmann Rolf BromanTriquet Markus Müller Orchester Düsseldorfer Symphoniker
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