Richard Sveda (Vicomte Cascada), Christina Dietzsch (Hanna Glawari), Markus Müller (Raoul de St. Brioche), Herrenchor und Tänzerensemble | (c) Hans Jörg Michel
Die lustige Witwe
Franz Lehár
Premiere
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden, eine Pause

 
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden, eine Pause
Es steht schlecht um das schöne Pontevedro. Die Kassen des Operettenstaates sind leer und guter Rat mindestens ebenso teuer wie das Fest, das der pontevedrinische Gesandte Baron Zeta in Paris angeblich zu Ehren des fernen Landesherrn veranstaltet. In Wahrheit hegt er die Hoffnung, quasi auf dem Tanzparkett die letzten finanziellen Privatreserven für das Vaterland retten zu können. Über diese Reserven verfügt die attraktive Millionärswitwe Hanna Glawari, die, wie man weiß, einem neuen Eheglück entgegenfiebert. Da es in der Grande nation de l’amour an Kandidaten nicht mangelt, ist es geradezu eine patriotische Pflicht, umgehend einen echt pontevedrinischen Heiratskandidaten ausfindig zu machen, damit das Vermögen „in der Familie“ bleibt. In Frage kommt da nur der Graf Danilo Danilowitsch, dessen Ruf zwar als etwas zweifelhaft, sein ständiger Aufenthalt dafür als um so sicherer bekannt ist. Für diesen Abend muss er sein geliebtes Maxim mit dem Ballsaal tauschen, ohne von seiner Mission überzeugt zu sein. Während sich Baron Zeta also alle diplomatische Mühe geben muss, um ihn und Hanna Glawari zusammenzubringen, sucht Zetas Gattin Valencienne nach einer eher privaten Konsolidierung ihres Gefühlslebens. Ziel ihrer Begierde ist der französische Kavalier de Rosillon. Davon weiß der werte Gatte ebenso wenig wie von dem früheren Verhältnis zwischen Danilo und der Glawari, das nun in einem kleinen Privatkrieg wieder auflebt. Die Millionenerbin möchte ihren Ex-Geliebten zurückgewinnen, der Lebemann seine Freiheit nicht aufgeben. Erst als die Glawari zum Schutz vor den allzu begehrlichen Verehrern verlauten lässt, dass sie durch eine neue Heirat ihr gesamtes Vermögen verlieren würde, lässt sich Danilo zu einer Liebeserklärung hinreißen. Vollmundig kann er erklären, Hanna Glawari auch ohne Geld zu heiraten, da ihr Vermögen ganz sicher auf den zukünftigen Ehemann übergeht. Ob damit Pontevedro gerettet ist, bleibt dahingestellt.

Mit der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár schlug 1905 die Geburtsstunde der modernen Operette. Lehár, Emmerich Kálmán, Leo Fall, Robert Stolz u. a. sorgten für eine Blütezeit des Genres, bevor ihm die Revue und der Kinofilm ernsthaft Konkurrenz machten. Es spricht für die Operette, dass sie dennoch nichts an Anziehungskraft eingebüßt hat.

Nachdem Christian Brey und Harald Schmidt äußerst erfolgreich am Staatstheater in Stuttgart zusammengearbeitet haben – zuletzt beim chronisch ausverkauften Hamlet-Musical „Der Prinz von Dänemark“ – führen sie nun zum ersten Mal bei einer Operette Regie. Zum Konzept verrät Harald Schmidt: „Hinreißende Musik, große Gefühle und ein bankrotter Staat – besser kann man die Zeit zwischen Bundestagswahl und Sylvester nicht überbrücken!“

NEU IN DER SPIELZEIT 2009/2010: das Projekt „ERLEBTE OPER... ERLEBTER TANZ“

Unsere „Scouts“ berichten von ihren Opernerlebnissen: Als Kundschafter und Meinungsbildner kommen sie aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und Altersstufen und zeichnen sich durch kritisches Interesse und Freude an der Reflexion aus.
Von unseren Scouts möchten wir wissen, was sie denken, nachdem sie eine der neuen Opern- oder Ballettproduktionen im Düsseldorfer Opernhaus besucht haben. Mit welchen Erwartungen sind sie ins Opernhaus gekommen? Wie hat die Premiere auf sie gewirkt? Was hat sie überrascht, berührt, erstaunt, irritiert oder vielleicht sogar überwältigt? Welche Fragen stellen sie sich, und was werden sie ihren Freunden und Bekannten als Impression des Erlebten vermitteln?
Von den Eindrücken unserer Scouts können auch Sie sich leiten lassen. Die Meinungen sind so unterschiedlich wie das Publikum, das wir uns wünschen.

Neugierig geworden? Was unsere Scouts zu „Die lustige Witwe“ zu sagen haben, finden Sie als PDF hinterlegt in unserem Downloadbereich .


 
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FRANZ LEHÁR
(1870 - 1948)

DIE LUSTIGE WITWE
Operette in drei Akten
Text von Victor Léon & Leo Stein
 

Musikalische Leitung Axel Kober / Ralf Lange
Inszenierung Christian Brey, Harald Schmidt
Bühne Anette Hachmann, Elisa Limberg
Kostüme Petra Bongard
Licht Volker Weinhart
Choreografie Stefan Stewart
Chor Christoph Kurig / Gerhard Michalski
Dramaturgie Hella Bartnig
 
Baron Mirko Zeta Peter Nikolaus Kante / Martin Blasius
Valencienne Anett Fritsch / Romana Noack / Anke Krabbe / Elisabeth Selle
Graf Danilo Danilowitsch Will Hartmann / Kay Stiefermann / Peter Bording / Moritz Gogg
Hanna Glawari Morenike Fadayomi / Christina Dietzsch / Noemi Nadelmann / Romana Noack
Camille de Rossillon Eric Fennell / Jussi Myllys
Vicomte Cascada Marco Vassalli / Tim Stekkelies / Richard Sveda / Bruno Balmelli
Raoul de St. Brioche Markus Müller
Njegus Lutz Salzmann
Bogdanowitsch Lukasz Konieczny / Daniel Djambazian
Sylviane Lisa Griffith
Kromow Wilhelm Richter / Benno Remling
Olga Nassrin Azarmi / Geesche Bauer
Pritschitsch Manfred Fink
Praskowia Cornelia Berger
Tänzerinnen Sandra Hasanovic,Stefanie Müller,Erina Ono,Jenny Rotsch,Robina Steyer,Victoria Wohlleber / Patrizia Cina
Tänzer Joeri Burger,Dennis Grenz,Sergey Ignatiev,Mack Kubicki,Erik Reisinger,Stoimen Todorov
 
Orchester  Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger Philharmoniker
 

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