Janice Baird (Isolde), Ian Storey (Tristan) | (c) Hans Jörg Michel
Tristan und Isolde
Richard Wagner
Premiere
Dauer: ca. 5 Stunden 50 Minuten, 2 Pausen à 45 Min.

 
Dauer: ca. 5 Stunden 50 Minuten, 2 Pausen à 45 Min.
Tristan wurde von König Marke nach Irland geschickt, um ihm die Prinzessin Isolde als Braut zu gewinnen und zur Hochzeit nach Cornwall zu bringen. Diese erkennt in dem Helden den Mörder ihres Mannes Morold wieder. Tristan tötete Morold einst im Zweikampf und ließ sich von der kräuterkundigen Isolde gesund pflegen. Auf der Fahrt nach Cornwall verlangt sie Sühne für die Tat und reicht Tristan einen vermeintlichen Todestrank, der beider Leben auslöschen soll. Doch ihre Begleiterin Brangäne vertauscht das Gift mit einem Liebestrank, dem beide rettungslos verfallen. Ihre heimliche Liebe wird von Tristans falschem Freund Melot entdeckt und an König Marke verraten. Von Melot schwer verwundet, wird Tristan von dem treuen Diener Kurwenal auf seine Burg Kareol gebracht. Isolde, die ihm folgt, kommt zu spät, Tristan stirbt in ihren Armen. Als Marke, der inzwischen von Brangäne über den Trank aufgeklärt wurde, eintrifft, um dem Liebespaar zu vergeben, ist auch Isolde auf dem Weg, ihrem Geliebten in den Tod zu folgen.

Nach seiner Lektüre der Werke Arthur Schopenhauers beschäftigte Wagner 1854 zum ersten Mal der Gedanke, den Tristan-Stoff, der ihm bereits durch seine sagengeschichtlichen Studien aus der Dresdner Zeit bekannt war, in Musik zu setzen. Erste Skizzen legte er aber zugunsten seiner Arbeit am „Siegfried“ beiseite. Als sich Wagner drei Jahre später in finanziellen Schwierigkeiten befand und die Aussicht auf eine Aufführung seiner geplanten „Ring“-Tetralogie sehr unwahrscheinlich war, beschloss er 1857 die Arbeit am „Tristan“ wieder aufzunehmen. Damit begann er in seinem Züricher „Asyl“, so nannte er das Gartenhaus, das sein Gönner Otto Wesendonck ihm und seiner Frau Minna in der Nähe seines eigenen Anwesens vermietet hatte. Zu Mathilde Wesendonck, der Gattin des Kaufmanns, entspann sich eine leidenschaftliche Liebe, die in Wagner einen enormen Produktivitätsschub freisetzte und seine Arbeit an „Tristan und Isolde“ maßgeblich beeinflusste.

Der renommierte Regisseur Claus Guth inszenierte in der Spielzeit 2008/09 am Opernhaus Zürich dieses Musikdrama mit Blick auf die Entstehungsgeschichte des Werkes. Er verknüpft die Handlung mit biografischen Anklängen an die Beziehung Wagners zu Mathilde Wesendonck und schafft dadurch ein „intimes Kammerspiel, das von durchdachten Gesten und Bewegungen ebenso lebt wie von der Psychologie und Poesie der Beziehungen und Begegnungen“ (Die Welt).
 
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Richard Wagner
(1813 - 1883)

TRISTAN UND ISOLDE
Handlung in drei Aufzügen
Dichtung vom Komponisten
 
In Kooperation mit dem Opernhaus Zürich
 
In deutscher Sprache mit Übertiteln
 

Musikalische Leitung Axel Kober / Wen-Pin Chien
Inszenierung Claus Guth
Bühne und Kostüm Christian Schmidt
Licht Jürgen Hoffmann
Choreograf Volker Michl
Chor Gerhard Michalski / Christoph Kurig
Dramaturgie Ronny Dietrich
 
Tristan Ian Storey
König Marke Hans-Peter König
Isolde Janice Baird
Kurwenal Oleg Bryjak
Melot Dmitri Vargin / Richard Sveda
Brangäne Annette Seiltgen
Ein Hirt Markus Müller
Ein Steuermann Rolf Broman
Stimme eines jungen Seemanns Jussi Myllys / Corby Welch
 
Orchester  Düsseldorfer Symphoniker
 

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